Rabenprinz

Rabenprinz

Inhalt

Elfen sind zwar unsterblich, unfähig zu lügen und haben magische Fähigkeiten. Jedoch können sie nichts erschaffen ohne in Staub zu zerfallen. Da sie dennoch von Kunst besessen sind, brauchen sie die Menschen, die sie mit heimtückischen Zaubern bezahlen.

Isobel ist Porträtmalerin für Elfen. So verbringt sie viel Zeit mit den kalten, hinterhältigen Wesen und hat im Laufe der Zeit gelernt wie man sich am besten vor ihnen schützen kann. Jahrelang hat sie es geschafft, ist ihren selbst aufgestellten Regeln treu geblieben, bis sie auf den Herbstprinzen Rook trifft. Isobel sieht sofort das etwas an ihm anders ist. Erst am Ende der Sitzungen erkennt sie, dass eine Traurigkeit in seinen Augen liegt. Diese hält sie auch in ihrem Porträt fest. Allerdings ist das für Rook einem Todesurteil gleich, da es Elfen untersagt ist Gefühle zu zeigen.

Rook will sie daher mit zum Herbsthof mitnehmen, damit sie sich für ihr „Verbrechen“ verantworten und seinen Ruf wiederherstellen kann.

So machen sich die beiden auf eine gefährlich Reise, die noch gefährlicher wird, als zwischen ihnen plötzlich mehr ist als erwartet. Denn eine Liebe zwischen einem Elfen und einem Menschen endet immer mit dem Tod.

Meinung

Der Schreibstil hat mir wirklich gut gefallen, da Magaret Rogerson es schafft auch etwas ausgefallenere, zum Beispiel Adjektive findet um die Landschaft und die Charaktere zu beschreiben, besonders was die Farbwörter betrifft. Dies spiegelt auch Isobels Sicht als Künstlerin wider, die ihre Umwelt immer in einem etwas anderen Licht sieht und noch genauer auf die Details achtet. 

Auch das Magiesystem ist sehr gelungen, da es die Elfen nicht als unfehlbare übermächtige Wesen darstellt, sondern das für sie der Prozess des Schaffens auch eine Art von Magie ist. Das macht die Elfen und Menschen in einer Art und Weise ebenbürtig, da die Elfen durch ihr Begehren nach Kunst von den Menschen abhängig sind.

Die Handlung konnte mich sofort fesseln, sodass ich das Buch in einem durch fertig gelesen habe. Auf der einen Seite gab es die wirklich witzige Beziehung zwischen Isobel und Rook die sich am Anfang überhaupt nicht ausstehen konnten und auf der anderen Seite viele spannende Nebencharaktere bei denen man nie so ganz weiß, was die genau im Schilde führen.

Somit konnte das Buch mich zum lachen, auch etwas zum weinen bringen und natürlich vor Aufregung mein Herz höher schlagen lassen. 

Gestaltung

Auf dem Cover ist Isobel von der Seite mit einem fliegenden Raben zusehen, der Rook darstellen oder die alarmierenden Raben von Rook, die Rook gezaubert hat. Das rote Licht spiegelt das leuchten der Blätter des Herbstwaldes wider, den ich zu meinem Lieblingsschauplatz im ganzen Buch auserkoren habe.

Auch die Farbe vom eigentlichen Buch unter dem Umschlag sieht mit seinem scheinenden kupfer-rost-rot sehr edel aus.

Mir gefällt die Buchgestaltung unfassbar gut. Die Abbildung von Isobel ist wunderschön und die Farbgebung passt sehr zur Handlung.

4/5

Fazit

Ich kann das Buch allen weiter empfehlen, die nach einem kurzweiligen, schönen und abenteuerlichen Fantasy-/Liebesroman suchen, der mit seinem Schreibstil, wunderschönen Schauplätzen und einer spannenden Geschichte überzeugt. Auf der einen Seite gibt es das Abenteuer mit seinen actionreichen Kampfszenen und auf der anderen Seite die bezaubernde, aber auch äußerst gefährliche Beziehung zwischen Rook und Isobel. 

Als mein mehr oder weniger erster Fantasyroman ist es auf jeden Fall ein reread wert und hat mich dazu inspiriert auch andere Bücher in diesem Genre zu lesen.

5/5

Angaben zum Buch

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